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| Langbogen | Der Langbogen ist so, wie man sich einen Bogen vorstellt. |
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Das jahrtausende alte
Prinzip, ein Holzstab mit einer Schnur, ist jedoch nicht so simpel, wie
es aussieht. Der Langbogen besteht komplett aus Holz und liegt sehr leicht in der Hand. Dieser Bogen wird instinktiv geschossen, d.h., es wird keine zu schießende Entfernung geschätzt, sondern wie man in seiner Kindheit gelernt hat einen Stein zu einer bestimmten Stelle zu werfen, trainiert man nun, ebenso die Pfeile quasi “automatisch” der Entfernung angepasst zu schießen. Heute werden Langbögen häufig mit einer Fiberglasbeschichtung versehen, die die Leistungsfähigkeit des Bogens erhöht. |
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| Recurve-Bogen | Für Anfänger ist der Recurve-Bogen am besten geeignet. |
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Er besteht aus einem
Mittelteil aus Holz oder Metall, an das die beiden Wurfarme befestigt
werden (Steck- oder Schraubvorrichtungen). Diese Bogenart wurde
von den Assyrern erfunden und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass
die Effizienz des Bogens durch die geschwungenen Wurfarme (Recurve) erhöht
wurde. Im Unterschied zum Compoundbogen hat ein Recurvebogen keine Kraftübersetzung, je weiter die Sehne nach hinten gezogen wird, desto höher wird die benötigte Haltekraft und Wurfleistung. Der Recurve Bogen wird meist mit Visier und Stabilisator geschossen. Der Recurve Bogen
ist der klassische europäische Bogen. Der Recurvebogen ist teilbar und besteht aus dem Mittelteil, den Wurfarmen, der Sehne, zum „Zubehör“ zählen das Visier, die Pfeilauflage, der Button, das „Stabilisationssystem“. Das Mittelteil Die Wurfarme Die Sehne Visiere Pfeilauflagen /
Button Stabilisation |
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| Compound-Bogen | Der Compoundbogen ist der am weitesten entwickelte Sportbogen. |
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In Verbindung mit
einem Release (mechanischer Lösehilfe), Visier und Stabilisation kann
eine sehr hohe Treffsicherheit erreicht werden. Die Spannung des Bogens
wird nicht wie bei den beiden anderen Typen kontinuierlich in den Wurfarmen
aufgebaut, sodass im vollen Auszug die ganze Energie auf den Fingern liegt,
sondern genau umgekehrt. Der Compound wird
fast immer mit einer Visiervorrichtung, Stabilisatoren und einem “Release”
verwendet. Das Release ist ein Griffstück, mit welchem die Bogensehne
im Auszug gehalten wird. Mit Compoundbögen werden die von allen Klassen höchsten Pfeilgeschwindigkeiten von zum Teil deutlich über 300km/h erzielt. |
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| Kyudo | Unter Kyudo (kyu - Bogen; do - Weg) versteht man eine jahrhundertealte japanische Form des Bogenschießens. |
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Der auffälligste Unterschied zum westlichen Bogenschießen liegt in der Verwendung des asymmetrischen, etwa 2,25 Meter langen japanischen Bogens ohne irgendwelche Visiereinrichtung oder Pfeilauflage, der Kleidung, die sich aus der des Samuraikriegers entwickelte, und dem zeremoniellen Ablauf des Schießens. Zeremonielles Bogenschießen wurde in Japan bereits im achten Jahrhundert von den Samurei bei besonderen Anlässen vorgeführt. Die Energie und Schlagkraft des Kriegers wurden mit der Würde und Ästhetik der Zeremonie verbunden. Nachdem im 16. Jahrhundert Feuerwaffen eingeführt worden waren und der Bogen seine Bedeutung als Waffe verloren hatte, traten die geistigen Aspekte von Kyudo in den Vordergrund. Schon der Anfänger lernt schnell, dass nicht Wille und Ehrgeiz zu einem guten Trefferbild führen, sondern Konzentration, Gelassenheit und beständiges Üben mit korrekter Technik. Es ist schwer, Kyudo in herkömmliche Kategorien einzuordnen. Kyudo hat eine sportliche Komponente, ohne nur Sport zu sein, es hat einen geistigen Aspekt, ohne Religion zu sein, es ist eine körperliche Disziplin, aber mit einer starken psychischen und emotionalen Kraft. |
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